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Wochenbettdepression- Postpartale Depression?

 

Die Wochenbettdepression ist eine Erkrankung und sie ist heilbar. Je eher sie erkannt und behandelt wird, desto schneller kann es der betroffenen Frau wieder besser gehen. Die Heilungschancen liegen nahezu bei 100 %.

Typische Symptome sind:

  • Schwere Erschöpfungszustände
  • Antriebs- und Energielosigkeit, Gefühl der inneren Leere und Unruhe
  • Ständige Angst, das Baby nicht gut genug zu versorgen oder es zu verletzen
  • Ausgeprägte Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen und zwanghaftes Grübeln
  • Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, bleierne Schwere und Appetitlosigkeit
  • Das Gefühl, mit dem Kind überhaupt nichts anfangen zu können
  • Selbsttötungsgedanken

Nicht jede betroffene Frau hat all diese Symptome, da die Erkrankung auch einen sehr individuellen Charakter hat. Nur ein geringer Anteil der Betroffenen hat Bindungsschwierigkeiten zum Kind. Viele Mütter neigen eher zu Perfektionismus in der Betreuung des Babys.

Oftmals treten die Symptome auch in starken Schwankungen auf, das heißt es geht den betroffenen Frauen mal besser und dann wieder schlechter, was eine Diagnose erschwert.

Jetzt ist es äußerst wichtig, dass sich die betroffene Frau Hilfe und Unterstützung, insbesondere von Familie und Bekannten, holen kann. In diesen Momenten weiterhin an der Aufrechterhaltung einer Fassade von der intakten Familie und glücklichen und zufriedenen Mutter zu arbeiten, verschlimmert nur die Depression. Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit dieser Erkrankung sind der beste Weg raus aus diesem Dilemma.

Typisch für die PPD ist die schleichende Entwicklung und das sie wird oftmals erst aufgrund von körperlichen Symptomen (z.B. Rückenschmerzen, Kreislaufschwäche) erkannt. Rund 10-20% aller Mütter erkranken an PPD.

Wenn man von ca. 651.000 Geburten im Jahr 2009 ausgeht, erklärt sich von selbst, dass es sich hierbei nicht um Randgruppenerkrankung handelt.

Eine postpartale Psychose (PPP) kommt seltener vor (1-3:1000), ist aber auch gleichzeitig die stärkste Form der postpartalen Krise und kann in den ersten zwei Wochen nach der Geburt entstehen. Sie kann sich aber auch aus einer Depression entwickeln, wobei es bei einer PPP zu Wahnvorstellungen, Halluzinationen, extremen Angstzuständen und manischen sowie auch depressiven Phasen kommen kann. 

 

 

 

 

 

 

 

Begriffserklärung

Der Begriff „Depression" leitet sich von dem lateinischen Begriff „deprimere, depressus" ab und bezeichnet einen „Zustand der Niedergeschlagenheit". Depression beschreibt eine Störung der Affektivität, bei der ein depressives Syndrom im Vordergrund steht. Depressionen können neben den psychischen Beeinträchtigungen auch zu physischen und geistigen Blockaden führen.

 

Postpartal bezieht sich auf die nachgeburtliche Phase bei der Mutter. Alle schwereren, länger andauernden depressiven Erkrankungen im ersten und zweiten Jahr nach der Geburt eines Kindes, werden als postpartale Depression bezeichnet.

 

 

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